Suchen

Gartenwelt

Hecken pflanzen - Vom Facettenreichtum lebendiger Zäune

Hecken - traditionelles gärtnerisches Gestaltungselement

Lebendige Zäune bzw. Hecken kannte man bereits zur Zeit der ägyptischen Pharaonen. In Mitteleuropa werden sie seit dem Mittelalter in Klöstern und Burgen zur Umfriedung von Arznei- und Gemüsepflanzen genutzt. Später legte man großzügige englische Landschaftsparks sowie französische Schlossgärten mit Schnitthecken an.

Multifunktionalität von Hecken

Lebendige Zäune schützen Sie vor neugierigen Blicken. Sie bieten Schutz durch Windschatten, sind abwechslungsreich durch ihr Farbenspiel und werden bei sommerlichen Temperaturen zum erquickenden Schattenspender.

Während laubabwerfende Gehölze den Rhythmus der Jahreszeiten spiegeln, trotzen immergrüne Hecken allen Jahreszeiten. Zudem erzeugt jede Hecke Lebendigkeit, da sie sich durch den Wuchs in stetiger Veränderung befindet. Diesen Effekt fördert der Mensch mittels Schnitt und integrierter architektonischer Elemente wie einem Gartentor.

Nicht zuletzt bieten Hecken Tieren Unterschlupf und Nahrung. Vögel brüten in Hecken und erfreuen uns mit ihren Konzerten. Kleinsäuger überwintern hier.

Verschiedene Arten von Hecken

Hecken werden nach der Höhe in Niederhecken, Hochhecken und Baumhecken unterschieden. Außerdem differenziert man nach dem Schnitt in rechteckige, trapez- oder eiförmige Wuchsformen.

  • Für eine Schnitthecke wird eine Pflanzenart benötigt, welche auf einem Streifen von einem Meter wächst. Liguster Kornelkirsche, Rotbuche, Feldahorn, Buchsbaum oder Hainbuche eignen sich hierfür.
  • Laubhecken entstehen bei Verwendung heimischer Wildgehölze wie Haselnuss, Hainbuche, Eiche oder Weide. Diese Hecke muss nicht regelmäßig geschnitten werden. Ihr Platzbedarf von drei Metern ist relativ hoch.
  • Nadelholzhecken entstehen durch die Verwendung typischer Nadelbäume wie beispielsweise Tanne oder Fichte. Auch sie sind ökologisch wertvoll, bieten sie doch Lebensraum für viele Kleintiere.
  • Die Kombination von Laubhecke und Blütensträuchern in Form einer Hecke erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Mit verschiedenen Wuchsformen und Blühzeitpunkten bietet dieser Mix ein abwechslungsreiches Bild. Ein Beispiel dafür ist die Hecke aus Eberesche, Zierapfel und Schneeball.

Bei der Wahl der Heckenpflanzen müssen Standortbedingungen wie Raum, Boden und Klima, ästhetische Ansprüche sowie die verfügbare Zeit für Pflegearbeiten Beachtung finden.

Exotische Pflanzen wie Hibiskus oder Oleander zur Heckenbepflanzung auszuwählen, ist mit Vorbehalt zu empfehlen. Meist gedeihen diese wärmeliebenden Pflanzen in unseren Breiten eingeschränkt.

Wer sich an kräftigen Farben erfreuen möchte, dem seien Heckenpflanzen mit ungewöhnlichen Triebzeiten empfohlen. So blühen Zaubernuss und Karnevalsrhododendron im ausgehenden Winter.

Den Schmuck vieler leuchtend roter Beeren im Winter genießen Sie mit einer Ilexhecke.

Ähnliche Berichte

Bericht ansehen
Koniferen schmücken das ganze…
Bericht ansehen
Gartenräume optimal gestalten
Bericht ansehen
Der Naturgarten: der Ausgleich…
Nur Notwendige speichern
Alle akzeptieren